Bushido – Der Weg des Kriegers in Zeiten der Krise
– am Beispiel von COVID-19

22.03.2020

alexbad

Zwischen solidarischer Gemeinschaft und mehreren Blickwinkeln

Vorab: Es ist richtig und wichtig, unser durch staatliche Kürzungen und Privatisierung kastriertes Gesundheitssystem in derartigen Krisenzeiten zu entlasten, indem man Infektionsraten gering hält. Also sollten größere Gruppenansammlungen durch Veranstaltungen oder Nahkontakt vermieden werden – was im Fall von uns als Kampfsportlern häufiger der Fall sein soll 😉
Dass ein wenig Entschleunigung unseres durchgeplanten Alltags und des post-kapitalistischen Hamsterrads auf keinen Fall schaden kann, ist unbezweifelt. Manche haben ja in den letzten Tagen allerdings förmlich (bzw. die andere Seite wortwörtlich) danach geschrieen, dass ihnen oder eben den Unvernünftigen endlich ein Führer befielt, sie müssten zuhause bleiben. Beides gleichermaßen erschreckend.

Traurig dass (freiwillige) Solidarität gegenüber Alten und Schwachen in vielen Köpfen scheinbar nicht ausgebildet ist. Und dass von anderen parallel dazu nach dem staatlichen Zeigefinger gerufen wird, der die Einladung dankend annimmt. Genau diese Regierungskreise, welche den Virus wochenlang aus der Ferne verharmlost haben, lassen sich nun für ihr aprupt-durchgreifendes Handeln feiern. Grotestk! Eben die Politiker welche alles aus wirtschaftlichen Gründen ohne Einreisebeschränkungen oder Sicherheitsmaßnahmen weiterlaufen ließen, nur um dann plötzlich mit allen medialen Pauken und Trompeten in Panik zu verfallen  Im Gleichschritt begleitet wurde das dann (wie vorherzusehen) von einer Quasi-Sozialgemeinschaft, von welcher etliche von heute auf morgen in Egomanen-Hamstermodus verfielen.

Ein solches Verhalten kann man im besten Fall auf archaisch-primitive Instinkte zurückführen, im schlechtesten aber auf großflächige Abwesenheit von Empathie und Bewusstsein.

Kampfkunst-Prinzipien in Krisenzeiten

Wenn jemand wie wir ein Kampfsport-Gym betreibt, hat das ähnlich gravierende Auswirkungen wie für alle anderen kleinen und mittleren Unternehmen. Keine Möglichkeit den Trainingsbetrieb aufrecht zuerhalten bedeutet Stillstand. Stillstand auf kurze Zeit ist manchmal sogar positiv, länger gesehen schlägt diese allerdings ins Gegenteil um. Öffentliche und private betriebene Einrichtungen wie Sporthallen sind inzwischen natürlich auch alle gesperrt. Unsere Seminare für Gewaltprävention und Kampfsport mussten für die nächste Zeit abgesagt werden. Betrachtet man explizit den wirtschaftlichen Aspekt bei Vollzeit-Trainern, werden diese in Kürze, wie alle Selbständigen an den Rand des Ruins getrieben. Wo Banken vom Staat gerettet werden (“too big to fail”), kann man hierzulande wohl lediglich auf “verbilligte” Kredite hoffen. Auch kleine Verbände und Vereine werden zu nagen haben. Da Sport und Kunst in Deutschland eine ohnehin schweren Stand als Profession hat, bleiben für die in der Branche Tätigen nicht viele Reserven.

Deshalb unser Anliegen: Unterstützt Trainer und Vereine durch Fortzahlung euerer Beiträge (falls es euere eigene finanzielle Situation zulässt)!

Die wirtschaftlichen Folgen der Abschottungspolitik, Aktieneinbrüche und durch (einen sowieso lange überfälligen) Marktcrash sind bereits jetzt schon enorm. Die Global Player haben ihre börsenbasierten Wetten auf einen Niedergang der europäischen Wirtschaft bereits gesetzt und Bankenfunktionäre lassen sich in diesen Tagen Milliardboni auszahlen lassen. Wir sollten zudem ein wachsames Auge auf unsere Regierung haben, welche in derartigen Zeiten der medialien Ablenkungen gerne im Hintergrund in faschistoide Fahrtwasser abdriftet. Der Feind im Inneren sozusagen.

Großflächige Überwachung schreitet seit Jahren auch hierzulande voran. Vieles mag noch nicht möglich sein, aber wir haben es schon oft erlebt (Staatstrojaner, Vorratsdatenspeicherung, usw.), wie einfach Grundgesetzänderungen im Deckmantel von Krisen verabschiedet werden können. Orwell’s Alptraum ist bereits Realität, blickt man auch hier auf China. Inzwischen fordern auch hierzulande erste Politiker die Bewegungsmuster von infizierten Personen durch Handy-Tracking zu verfolgen. Was folgt als Nächstes? Zwangsimpfungen? Kritiker werden in diesen Zeiten ebenso gerne öffentlich diffamiert, wie es mit manchen anders denkenden Medizinern in letzter Zeit der Fall ist. Doch sind gerade jetzt eine offene Diskussionen wichtig, wo man noch nicht viel über den unsichtbaren Feind weiß.

staycalm

In der Zwischenzeit haben wir zwei Möglichkeiten: Videospielen und Serienmarathon ODER Kreativ durch die Krise mit frischer Energie und tollen Ideen!

Erst man dem Geist Zeit zur Fokussierung gibt, entstehen große Projekte – in der Ruhe liegt bekanntlich die Kraft. Isaac Newton legte beispielsweise während der Pest-Quarantäne innerhalb eines Jahres die Basis für die moderne Physik. Im modernen Alltag und mit Netflix wäre ihm das wohl nicht passiert! 😉 Das ist nun deine Wahl,  Dein Zug! Im (Kampf-)Sport hat sich das Training bereits auf gemeinschaftliche Warm-Ups aus der Ferne via Webcam verlagert. Viele Trainer bieten inzwischen auch Tutorials über Videoplattformen an oder verschenken gar  zuvor  kostenpflichtige Videotrainingsprogramme. Was meinst Du können wir noch tun, um in den kommenden Wochen in Verbindung zu bleiben?

Obendrein haben wir nun mehr Zeit für unsere Familie und die Natur (die nun ein paar Wochen mit weniger Luft- und Wasserverschmutzung selbst kurz durchatmen kann). Da wir hier einen Sensibiliserungsauftrag haben: Diese für viele moderne Menschen ungewohnte Nähe auf engem Raum birgt allerdings auch die Gefahr von Kindesmißhandlung und häuslicher Gewalt. Achtet auf euere Nächsten!
Vielleicht bringt diese Zeit in der die Kommunikation ins Digitale verlagert wird aber auch einfach Bewegung in die Digitalisierung und flexibles selbstbestimmtes Arbeiten. Plötzlich ist “Homeoffice” auch in alt eingefahrenen Bereichen der Arbeitswelt kein Fremdwort mehr. Es wäre auch die Zeit ein neues Gemeinschaftsgefühl innerhalb von Nachbarschaft und Gemeinde zu entwickeln, autarker zu werden und sich gegenseitig zu helfen. Und wenn wir in ein paar Wochen hoffentlich alle staatlichen Einschränkungen hinter uns gelassen werden, werden viele ihre neu gewonnene alte Freiheit mehr zu schätzen wissen.

Das alles sind große Chancen für ein bewussteres Miteinander. Behaltet euch einen klaren Kopf, ruhigen Blick aufeinander und lasst den Feind erst einmal vorbeiziehen. Der Zeit zu Kämpfen wird wieder kommen und dann kann dies mit vollem Einsatz und Fokus geschehen.

Sunzi’s “Die Kunst des Krieges” lässt sich hervorragend auf die aktuelle Situation anwenden.

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